Partnerschaftsgarten Prizren (Kosovo)

Partnerschaftsgarten Prizren (Kosovo)

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In Bingen kennt man Prizren seit einigen Jahrzehnten, genauer gesagt seit Beginn der 60er Jahre, als ein Binger Weinhandelsunternehmen das wichtigste Produkt der Stadt, den Wein des Amselfeldes, entdeckte und begann, ihn zu vermarkten. Aus geschäftlichen Beziehungen entstanden menschliche Verbindungen und im Jahre 1968 wurde dann die bisher einzige Städtepartnerschaft einer deutschen Stadt mit einer Stadt im Kosovo offiziell besiegelt. Trotz unterschiedlicher Kulturen und der großen räumlichen Distanz zwischen beiden Städten Prizren und Bingen (rund 1.800 km) entwickelte sich nach der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde am 22. Mai 1968 eine sehr lebendige Partnerschaft. Zwanzig Jahre gab es einen regen Austausch zwischen Schülern, Bürgern, Gruppen und Vereinen, der geprägt war von Freundschaftlichkeit und Herzlichkeit. Jäh unterbrochen wurde dieser Kontakt 1989, als, von der Provinz Kosovo ausgehend, das Unheil auf dem Balkan seinen Anfang nahm.

Nach dem Entzug der Autonomie für die Provinz Kosovo und der Auflösung des Parlaments in Pristina kam es zu den ersten gewalttätigen Demonstrationen. Parallel zur Eskalation der Gewalt gegen die albanische Bevölkerungsmehrheit im Kosovo wuchs bei den Bürgerinnen und Bürgern in Bingen die Sorge um die Menschen in Prizren. So hat die Stadt Bingen in einer Vielzahl von Aktionen und Schreiben auf die besondere Situation im Kosovo und die Bedeutung der Lösung der Kosovo-Frage im Zusammenhang mit einer dauerhaften Friedenslösung auf dem Balkan hingewiesen. Die Partnerschaft zwischen Bingen und Prizren hat sich seit dem Jahr 2000 durch ein Schüleraustauschprogramm und verschiedene Hilfsprojekte weiter vertieft.

Der Partnerschaftsgarten Prizren vergegenwärtigt das Schicksal der Vielvölkergemeinschaft. Symbolisch führen die Wege durch die Berge und Wälder, dargestellt mit Felspartien, Baumgruppen, Sträuchern, Stauden und Gräsern aus dem mediterranen Bereich. Die Wege treffen sich an einem runden, gepflasterten Platz – dem Sammelplatz der Völker und Religionen des Kosovo.

Mögen die Ruinen und Trümmer, die jetzt im Kosovo noch allgegenwärtig sind, in Kürze weggeräumt werden können – in der Hoffnung auf eine blühende Zukunft. Informationen zur Partnerschaft zwischen Prizren und Bingen finden Sie unter: www.bingen.de