Karl der Große

Karl der Große, 
sein Kräutergarten und die Stadt Ingelheim

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Der Kräutergarten ist ein Beitrag der Stadt Ingelheim am Rhein. Dort ließ Karl der Große am Ende des 8. Jahrhunderts eine Kaiser-pfalz (Palastanlage) bauen. Die Reste der Ingelheimer Pfalz sind noch heute eines der bedeutendsten Denkmäler mittelalterlicher Herrschaftsarchitektur.

Karl der Große erließ um 800 das sogenannte capitulare de villis. Diese Verordnung legte für alle Pfalzen verbindlich fest, welche Waren stets vorrätig zu halten waren. Hierzu gehören auch zahlreiche Heil- und Nutzpflanzen. Eine Auswahl dieser Pflanzen ist in diesem Garten zu sehen.

Die Form des Gartens und seine Pflanzen

Die streng geometrische Kreuzform des Gartens erinnert an mittelalterliche Klostergärten. Häufig besaßen diese Gärten eine Einfriedung aus Hecken, für die hier Hainbuchen ausgewählt wurden.

In den Hochbeeten sind Pflanzen aus dem capitulare zu sehen. Den Mittelpunkt des Gartens bildet ein Speierling (Art der Eberesche). Seine birnenähnlichen Früchte werden bis heute zur Herstellung von Apfelwein verwendet. Der Sitzplatz lädt zum Verweilen inmitten der blühenden und duftenden Heil- und Nutzpflanzen ein. An den Eingängen zum Garten rankt Rot- und Weißwein, der bis heute das Landschaftsbild in und um Ingelheim prägt.