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NABU-Tiergarten der Region

NABU-Tiergarten der Region

Typische und besondere Biotope aus der Region um Bingen zeigt der NABU im »NABU-TierGarten der Region«

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Fünf nachgebildete Lebensräume weisen auf Besonderheiten aus der Tier- und Pflanzenwelt hin. Mit der Nachbildung des Mainzer Sandes und seiner weltweit einmaligen Vegetation wird auf die Bedrohung dieses einzigartigen Lebensraumes unweit von Bingen hingewiesen. Innerhalb dieser Binnensteppe gibt es einige feuchten Senken. Dort fühlt sich die Kreuzkröte wohl.

Dass der Rhein und seine Ufer nicht immer sehr naturnah sind, zeigt der nachgebildete Rheinabschnitt. Der NABU setzt sich bundesweit mit dem Modellprojekt »Lebendiger Rhein« dafür ein, dass die Ufer des Rheins für Tier- und Pflanzenarten wieder zum Lebensraum werden. Ein besonderer Wintergast am Rhein ist die Schellente. Das Quaken des Laubfrosches ist in den Rheinauen bei Bingen nur noch selten zu hören. Grund ist die Trockenlegung von Feuchtwiesen und die Vernichtung von Kleingewässern. Zusammen mit der Mainzer Firma Erdal-Rex setzt sich der NABU für die Herstellung dieser Lebensräume ein.

Auf trockenen Kalkhängen und in aufgelassenen Steinbrüchen wachsen Kalkmagerrasen der besonderen Art. Die Pflanzen dort sind an Trockenheit und den hohen Kalkgehalt des Bodens angepasst. Selten entdeckt man auch wilde Orchideen. Bei sonnigem Wetter huschen die Zauneidechsen vorbei.

An den Schieferhängen des Mittelrheintals herrschen extreme Temperaturen. Nur wenige Pflanzenarten kommen mit den kargen Böden und der Hitze im Sommer zurecht. Pudelwohl fühlen sich dort hingegen die seltenen Smaragdeidechsen. Alle hier gezeigten Tierarten sind streng geschützt und dürfen nicht der Natur entnommen werden. Sie stammen von Züchtern und verfügen über die erforderlichen Nachweisdokumente. Viele der hier gezeigten Pflanzenarten sind in der Natur streng geschützt oder extrem selten. Sie stammen von Zuchtbetrieben oder wurden vom Botanischen Garten Mainz zur Verfügung gestellt.